Zuhause in Würde alt werden: Landkreis Fürth bietet ab sofort Wohnraumberatung an

19.07.11

Landrat Matthias Dießl stellte die Wohnraumberater vor, die ab sofort Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis bei der altersgerechten Umgestaltung ihrer Wohnung beraten.


v.l.n.r. Max Frankenberger (Regionalmanagement), Hans Heigl (Hochbautechniker, Fachplaner für barrierefreies Bauen), Landrat Matthias Dießl, Werner Hetterich (Architekt), Andreas Sauber (Schreinerei Sauber), Ursula Stahl (Architektin), Thomas Mörtel (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft), Wolfgang Meding (Sprecher der AG Senioren im Landkreis Fürth), Margot Körner (Koordinationsstelle für Seniorenangelegenheiten im Landkreis Fürth)

v.l.n.r. Max Frankenberger (Regionalmanagement), Hans Heigl (Hochbautechniker, Fachplaner für barrierefreies Bauen), Landrat Matthias Dießl, Werner Hetterich (Architekt), Andreas Sauber (Schreinerei Sauber), Ursula Stahl (Architektin), Thomas Mörtel (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft), Wolfgang Meding (Sprecher der AG Senioren im Landkreis Fürth), Margot Körner (Koordinationsstelle für Seniorenangelegenheiten im Landkreis Fürth)

„Unserer Seniorenumfrage im Jahr 2009 hat ergeben, dass 82,4 Prozent der Senioren in Wohneigentum leben. Aber nur 56 Prozent der Befragten denken, dass Ihre Wohnung altersgerecht eingerichtet ist“, verdeutlicht der Landrat die Problematik.

Eine Wohnraumberatung dauert 60 bis 90 Minuten. Der Kunde erhält im Anschluss ein Beratungsprotokoll, aus dem detailliert hervorgeht, welche Maßnahmen empfohlen werden, um die Wohnung altersgerecht der Lebenssituation an zu passen.

„Ziel der Wohnraumberatung ist es nicht, einen fertigen, rechtsverbindlichen Plan zu erstellen“, erklärten die Wohnraumberater. Es verstehe sich von selbst, dass die Beratung stets unverbindlich, neutral und mit Bedacht auf die kostengünstigste Lösung durchgeführt werde.
 

Die Wege der Wohnraumanpassung sind mittlerweile so vielfältig, dass es richtig schwer ist, den Überblick zu behalten: Sie reichen von der Einrichtung elektronischer Unterstützungssysteme über eine Anpassung der Inneneinrichtungen, etwa in den Bereichen Küche und Bad, bis zu baulichen Eingriffen.

Über passende Möglichkeiten einer Anpassung sowie über Fördermöglichkeiten und Zuschüsse besteht bei den Betroffenen deshalb oftmals Unklarheit. Oft sind es kleine Umbaumaßnahmen, die das Leben in den eigenen vier Wänden angenehmer gestalten können. 

Als Wohnraumberater wurden erfahrene Handwerker und Architekten ausgewählt, die mit der Thematik vertraut sind. Viele der Beteiligten haben sich bereits im Vorfeld in Richtung seniorengerechtes Wohnen qualifiziert und sind in ihrer täglichen Arbeit damit beschäftigt.

Die Unterstützung durch einen Wohnraumberater kann direkt beim Regionalmanagement im Landratsamt unter Telefon (0911) 9773 - 1034 oder per E-Mail an wohnraumberatung@lra-fue.bayern.de eingeholt werden.

Die Wohnraumberatung stellt zugleich das erste realisierte Projekt des neuen Regionalmanagements im Landkreis Fürth dar. Unterstützt wurde Regionalmanager Max Frankenberger in der Umsetzungsphase durch die Sprecher der Seniorenbeiräte.

„Nach einem Anruf wird ein Berater aus unserem Team aus Handwerkern und Architekten ausgewählt“, erklärt Regionalmanager Max Frankenberger den Ablauf nach dem Erstkontakt. Kurz darauf findet eine Wohnungsbegehung zur Erkundung der aktuellen Wohnsituation statt. Hierfür ist durch den Auftraggeber eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro zu entrichten.

Wie Landrat Matthias Dießl betont, sollen die Wohnraumberater das bestehende Beratungsangebot im Landkreis ergänzen und im Bedarfsfall Kontakte herstellen. Beispielsweise gibt es die Wohnungsbauförderung im Landratsamt, die in bestimmten Fällen die Anpassung einer Wohnung hinsichtlich Barrierefreiheit unterstützt. Darüber sind Beratungsangebote der Sparkassen und Raiffeisenbanken vorhanden. Aber auch die Erfahrung der Seniorenbeiräte kann abgerufen werden.

Matthias Dießl wünschte den neuen Wohnraumberatern viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Zugleich hofft er, dass die Bürgerinnen und Bürger das Angebot rege nutzen. „In Würde alt werden und nach Möglichkeit in den eigenen vier Wänden ist kein Problem, wenn man rechtzeitig die Weichen stelle“, sagt er.