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„Draußen sein“: Neues Projekt soll Umweltpädagogik voranbringen

Im Landkreis Fürth gibt es bereits zahlreiche Umweltbildungsangebote für Schulen, Kindergärten, Familien und Senioren. Diese sollen in Zukunft weiter ausgebaut und bekannter gemacht werden.

Unter dem Motto „draußenSein“ ist geplant, vorhandene und neue Umweltbildungsangebote im Landkreis Fürth zu bündeln und hierzu ein Management einzurichten.
Landrat Matthias Dießl bringt auf den Punkt, um was es geht: „Es soll der Umweltbildung der Stellenwert zukommen, den sie verdient: Echtes und nachhaltiges Naturverständnis kann nur draußen stattfinden”, sagt er. „Die Vielfalt der heimischen Natur soll durch attraktive vorhandene und neue Angebote sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich erlebbarer werden. Gerade in Zeiten von Klimawandel und immer mehr Naturkatastrophen sollte die Sensibilisierung der Bürger für die Zusammenhänge in der Natur wieder mehr in den Fokus rücken“, findet der Landrat und verweist in diesem Zusammenhang auch auf mögliche LEADER-Fördermittel.

Wandel der Gesellschaft
Natur wird vor allem Kindern immer fremder, obwohl sie Interesse an ihr haben und sie für ihre Entwicklung bräuchten. Dafür gibt es viele Gründe. Der vielleicht entscheidende ist, dass bereits ihre Eltern nicht mehr rauskamen und somit nur wenig Bezug zur Natur haben. Umweltbildung ist deshalb kein Selbstläufer. Eltern müssen selber begreifen, wie wichtig sie für ihre Kinder ist. Das geht nur mit einem überzeugenden Angebot, dem sie ihre Kinder gerne anvertrauen und an dem auch sie selbst teilnehmen wollen. Umweltbildung ist dabei weit mehr als nur Unterricht im Freien. Es geht um die kindliche Entwicklung, um das Erleben von echter Natur mit allen Sinnen (Sehen, Hören, Riechen, Fühlen) und dem sich daraus und Verstehen der Beziehungen und Zusammenhänge in der Natur und damit auf der Erde.

Verein koordiniert
Das Projekt „draußen- Sein” soll unter Federführung des Runden Tisches Umweltbildung im Landkreis Fürth entwickelt werden. Partner sind unter anderem der Verein 1-2-3, der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Fürth-Land, die Untere Naturschutzbehörde und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth. Beim Runden Tisch Umweltbildung handelt es sich um einen landkreisweit agierenden Verein, der sich nicht nur die Umweltbildung im Allgemeinen, sondern auch die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Speziellen auf die Fahnen geschrieben hat. Dafür wurde er auch als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet. Der Runde Tisch „Umweltbildung“ (RTU) wurde 2002 als lose Gruppierung verschiedener an Umweltbildung interessierter Menschen gegründet. 2006 entstand daraus ein Verein. Zur Vorstandschaft gehören Karla Ho$ mann-van-de-Loo (Leiterin des Montessori-Kindergartens in Zirndorf), Barbara Schmidl (ehemalige Leiterin des Kindergartens in Seukendorf), Herbert Bloß (Marktbaumeister in Cadolzburg) und Raymund Filmer (Leiter des Forstreviers Langenzenn am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth). Mitglieder des Vereins sind Einzelmitglieder und Familien sowie die Gemeinden Puschendorf und Veitsbronn und die Stadt Zirndorf. Ziel ist es, zudem Landwirte, Förster, Biologen, Imker, den Landesbund für Vogelschutz und die Landkreisgemeinden mit ins Boot zu holen.

Die nächsten Schritte
In einem nächsten Schritt wird das Projekt an Schulen und Kindergärten vorgestellt. Dabei soll auch herausgefunden werden, welche Umweltbildungsprojekte es bereits im Landkreis gibt. Ist die Bestandsaufnahme abgeschlossen, sollen die Angebote bekannter gemacht und neue entwickelt werden. „Das neue Projekt ist eine einmalige Chance, die Umweltbildung im Landkreis neu aufzustellen”, betont Matthias Dießl.

Wer sich für das neue Projekt interessiert, kann sich direkt an Raymund Filmer vom runden Tisch „Umweltbildung“ im Landkreis Fürth e.V. telefonisch +49 9101 8283 oder per E-Mail wenden.

Spendenkonto:

IBAN: DE44 76250000 0009 9626 06
BIC: BYLADEM1SFU
Sparkasse Fürth
Verwendungszweck: Spende Umweltbildung draußenSein

Infos gibt es auch unter umweltbildung-lkr-fuerth.de.