Hornissen und Wespen

Lange Zeit galten Hornissen als gefährlich und wurden deshalb vom Menschen stark bekämpft. Dadurch wurden sie immer seltener und mussten schließlich naturschutzrechtlich geschützt werden, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Tatsächlich sind Hornissen -ganz anders als manche Wespenarten- nicht aggressiv und eher scheu. Sie fliegen auch keine süßen Getränke oder Speisen an, sondern sind an Insekten als Hauptnahrung interessiert. Beachtet man einige Regeln, so ist die Gefahr gestochen zu werden äußerst gering. Auch die oft gehörte Weisheit von den 3 Stichen, die einen Menschen töten können, ist nicht wahr.

Die Hornisse genießt den gesetzlichen Status „besonders geschützt“, der im Bundesnaturschutzgesetz und in der Bundesartenschutzverordnung verankert ist. Deshalb ist es verboten ihnen nachzustellen, sie anzulocken, zu fangen oder zu töten. Auch Hornissennester, oder Teile davon, dürfen nicht ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde entfernt werden.

Da Hornissen ihre alten Nester normalerweise nicht wieder beziehen ist die Angst, für immer mit einem Hornissenvolk leben zu müssen, unbegründet. Das Volk stirbt im Herbst ab und nur die Königinnen überwintern. Ein Nest, das an seinem Entstehungsort belassen wird, kann diesen Ort auch unattraktiv für einen neuen Bau machen.

Bitte informieren Sie uns, wenn Ihnen ein Hornissennest in Ihrer Umgebung Sorgen bereitet. Wir kommen gerne vorbei und beraten Sie. Durch einfache Maßnahmen können oft verträgliche Lösungen gefunden werden. Da die Beseitigung eines Hornissennestes meist die Auslöschung eines ganzen Volkes bedeutet, werden Befreiungen vom Verbot nur in begründeten Ausnahmefällen ausgesprochen.