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Adolf Sulzer aus Veitsbronn erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt

Adolf Sulzer aus Veitsbronn wurde von Landrätin Dr. Gabriele Pauli nicht nur für seine nationalen und internationalen Erfolge als Kaninchenzüchter, sondern auch für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement und seinen großen Einsatz für seinen „Heimatverein“, den Kaninchenzuchtverein B 478 Veitsbronn, mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet. Der Geehrte trat dem Kaninchenzuchtverein B 478, der sich besonders um die Ausbreitung und Erhaltung der Meißner-Widder-Kaninchen bemüht, in dessen Gründungsjahr, also bereits 1967 bei. In den fast vierzig Jahren, die er nun schon dem Verein angehört, übte bzw. übt er immer noch zahlreiche Funktionen und Ehrenämter aus, wie z.B. Tätowiermeister und Zuchtwart. Ebenfalls Tätowiermeister, Zuchtwart und außerdem Zuchtbuchführer und Kassierer ist er beim Widderclub Mittelfranken, dem er seit 1988 angehört. Seit 1967 ist er auch Mitglied im Kreisverein Fürth/Bayern, wo er als Kreiszuchtwart und im Ältestenrat vertreten ist. Seit 2001 wirkt Adolf Sulzer auch in der Meißner-Widder-Interessengemeinschaft Alzenau mit. Bei den äußerst seltenen, relativ schwer und zeitintensiv zu züchtenden Meißner Widdern konnte Herr Sulzer beachtliche Zuchterfolge erzielen. Während seiner bisherigen Züchter-Laufbahn errang er 14 verschiedene Meistertitel, vom Vereins- bis Europameister, wobei er alle Titel mehrmals erreichte. Ein „Hattrick“ gelang ihm bei den Europameisterschaften, wo er bei Schauen in Holland, Tschechien und Österreich zum dritten Mal in Folge die beste Zuchtgruppe mit Meißner Widdern stellen konnte. Zahllose Urkunden, über 60 Zinnbecher, 34 Zinnteller, 13 Pokale, je 10 Zinnkrüge, Porzellankrüge und Porzellanteller belegen eindruckvoll seine Zuchterfolge. Einen besonderen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung leistet Herr Sulzer als anerkannter und in renommierten Fachzeitschriften erwähnter Experte: Züchter aus England, Holland, Österreich und Tschechien suchen seinen Rat in Veitsbronn und züchten „seine“ Meißner Widder in ihrem Heimatland weiter. Seine Verdienste in Tschechien wurden mit einer Ehrenurkunde der Tschechischen Republik und einem „gewichtigen“ Geschenk, einem 28 Zentner schweren Findling für seinen Garten, im letzten Jahr gewürdigt. Auch der Partnerlandkreis Stollberg/Erzgebirge überreichte ihm für seine Verdienste eine Ehrenurkunde: Kurz nach der Wende knüpfte Adolf Sulzer Kontakte mit Züchtern in der Veitsbronner Partnergemeinde Leukersdorf (Sachsen) und sorgte so dafür, dass sich der Meißner Widder - in seiner ursprünglichen „Heimat“ zu DDR-Zeiten fast ausgestorben - wieder verbreiten konnte. Der Geehrte betonte gegenüber der Landrätin, dass er das Ehrenzeichen auch als Auszeichnung für seinen Heimatverein, den Kaninchenzuchtverein B 478 Veitsbronn und den Widderclub Mittelfranken ansieht und stellvertretend für seine Vereins- und Züchterkollegen entgegen nimmt.