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Anzeigepflicht von Tierbeständen

Anlässlich des Geflügelpestgeschehens in asiatischen Ländern erinnert das Veterinäramt an die bestehende Anzeigepflicht von Tierbeständen, also auch von Geflügelbeständen. Was den Haltern von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen (übrigens auch den Hobbyhaltern) schon längst Selbstverständlichkeit sein sollte, ist anderen Tierhaltern noch nicht bekannt: Die Anzeigepflicht von Tierhaltungen ist eine Vorsorgemaßnahme im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung. Die Ausbreitung von Tierseuchen kann schneller eingedämmt werden, wenn im Bedarfsfall Bekämpfungsmaßnahmen in von einer Tierseuche betroffenen Gebieten schnell eingeleitet werden können. Die Anzeigepflicht gilt nicht nur für die klassischen Nutztierhaltungen, auch Fischhaltungsbetriebe und Bienenstände müssen angezeigt werden. Dies gilt ebenso für die Halter von Pferden und anderen Einhufern. In größeren Ställen sollte der Pensionsstallbesitzer diese Halterpflicht übernehmen. So müssen die Halter von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern oder Wachteln ihren Namen, die Post- und Bestandsadresse sowie die Anzahl der im Jahresdurchschnitt gehaltenen Vögel mit Nutzungsart beim Veterinäramt anzeigen. Vom Landwirtschaftsamt erhalten sie eine Registriernummer, unter der sie dann beim Veterinäramt geführt werden. Da Anfang Februar 2004 viele Geflügelhalter bereits dieser Pflicht nachgekommen sind, müssen sie jetzt nur wesentliche Änderungen mitteilen. Die weiteren Pflichten für Geflügelhalter können hier abgerufen werden. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz hat im Internet hier ebenfalls Hinweise veröffentlicht. Wer nicht ganz sicher ist, ob er seiner Anzeigepflicht nachgekommen ist, sollte ein kurzes Schreiben ans Veterinäramt Stresemannplatz 11, 90763 Fürth mit den erforderlichen Daten richten.