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Auftakt für Projekt “draußenSein”

Auftakt für Projekt “draußenSein”

Große Messe für Umweltbildungs-Angebote in Obermichelbach

Kinder und Jugendliche sollen wieder mehr Zeit in der Natur verbringen. Das möchte der Landkreis Fürth mit dem LEADER-Projekt “draußenSein” unterstützen. Auftakt war am 3. März in der Bürgerhalle Obermichelbach.

Dort präsentierten Vereine, Verbände und Einzelinitiativen vier Stunden lang mehr als 20 Umweltbildungs-Angebote. Darunter Bund Naturschutz, Präventionsverein 1-2-3 e.V., Landesbund für Vogelschutz, Zeltlager Veitsbronn, Landratsamt Fürth, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth, Landschaftspflegeverband, Bauernverband und viele mehr. Projektinitiator Raymund Filmer vom Runden Tisch Umwelt im Landkreis Fürth und die über LEADER geförderte Projektmanagerin Celine Sorgatz freuten sich über die große Resonanz.

“Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder heutzutage weniger im Freien spielen. Wir wollen Eltern aber auch Lehrer darauf hinweisen und die Naturangebote im Internet auflisten”, sagte Landrat Matthias Dießl auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Präventionsvereins 1-2-3. Der Verein hat das Projekt mit auf den Weg gebracht. Der Name “draußenSein” geht auf Andreas Lessmann von der Unteren Naturschutzbehörde zurück, der auch den Fachbereich Natur im Verein 1-2-3 leitet.” Finanziell unterstützt wird “darußenSein” von den Gemeinden Obermichelbach, Tuchenbach, Veitsbronn, Langenzenn, Seukendorf, Wilhermsdorf, Cadolzburg, Großhabersdorf und Roßtal.

Nächstes Ziel ist, eine Internet-Plattform zu erstellen, auf der ganz viele Umweltbildungs-Angebote im Landkreis Fürth zu finden sind. “Wer wissen will, was man in der kommenden Woche in der Natur unternehmen kann, findet auf dieser Webseite künftig gesammelt ganz viele Veranstaltungen. Gleichzeitig wollen wir auch dazu anregen, generell mehr in der Natur zu unternehmen”, verdeutlichte Matthias Dießl.

Projektmanagerin Celine Sorgatz ergänzte: ”Wir wollen Eltern aber auch Lehrerinnen und Lehrer dazu animieren, öfter mit den Kindern ins Freie zu gehen, wo man ganz viel machen kann. Die Natur soll wieder mehr geschätzt werden.” Geplant sind außerdem Elternabende, um Eltern davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, mit den Kindern raus in die Natur zu gehen. “Wir wollen ebenso mit den Schulen in Kontakt kommen, um herauszufinden, warum viele Lehrer die Angebote der Umweltbildung nicht nutzen”, betonte Sorgatz. Es gebe bei dem Thema die unterschiedlichsten Ängste. Wie etwa man solle nicht alleine in den Wald gehen oder die Angst vor Zecken oder dass man sich verletzten könnte. “Natürlich spielt auch die viele Technik eine Rolle, dass Kinder weniger ihr Zimmer verlassen und lieber vor dem Computer oder Fernseher sitzen. Und nicht zuletzt sind die Schultage länger geworden”, so Sorgatz.

“Wir möchten auch dazu anregen, dass sich die Anbieter von Veranstaltungen weiterbilden - zum Beispiel dass sie sich in Erste Hilfe auskennen”, nannte der Landrat einen weiteren Aspekt. Es gebe verschiedene Zertifikate, die man hierfür erwerben könne. Eltern könnten dann sicher sein, dass ihre Kinder in guten Händen seien, wenn im Freien gespielt werde.

Für Frau Celine Sorgatz war der Aktionstag „draußenSein“ das letzte Projekt. Sie wurde auf der Messe in Obermichelbach verabschiedet. Gleichzeitig wurde Frau Andrea Multerer als zukünftige Projektmanagerin vorgestellt.

Bei der Umweltbildungs-Messe in Obermichelbach gab es unter anderem Lagerfeuer mit Stockbrot, verschiedene Spiele, Insektenhotels wurden gebaut, Naturkunst selbst hergestellt, ein Barfußbad und ein Naturquiz lockten.

Der Landrat bedankte sich bei allen Teilnehmern des Aktionstages und wünschte sich, dass deren Angebote nun rege genutzt würden.

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