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Benefizaktion der Firma "Der Küchenchef" : 5050 Euro für Familien im Landkreis Fürth

Die Spendensumme kam im Rahmen einer Opern-Benefizaktion zusammen, die die Firma "Der Küchenchef" zu Gunsten von Familien mit Pflege- und Adoptivkindern im Juni ausgerichtet hat. Auf Vermittlung von Landrätin Dr. Gabriele Pauli kommt das Geld nun dem Verein Pflege-, Adoptiveltern und Tagesmütter zu Gute, der das Geld gezielt für Aktionen im Landkreis Fürth einsetzen soll. Der Verein "Pflege-, Adoptiveltern und Tagesmütter Nürnberg, Fürth und Umgebung", der wesentliche Teile der Tagespflege für den Landkreis Fürth übernommen hat, erhielt den Scheck heute von Geschäftsführer des Küchenkompetenzzentrums "Küchenchef", Omar Mahroum und Landrätin Dr. Gabriele Pauli. Vereinsvorsitzender Willi Aures und seine Stellvertreterin Irene Friedmann werden diese Mittel gezielt für die intensivere Betreuung und Beratung von Familien, die Kinder zur Adoption oder in Dauerpflege angenommen haben, einsetzen. Der Verein ermöglicht es Kindern aus schwierigsten familiären Verhältnissen, in einer fürsorglichen und kindgerechten Umgebung aufzuwachsen, wodurch ihnen eine positive Lebensperspektive eröffnet wird. Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Verein, Herkunftsfamilie, Pflegefamilie und Jugendamt wird für die Kinder ein familiärer Ersatz geschaffen. Die Verweildauer der Kinder in Pflegefamilien reicht von einer Nacht, einem Wochenende über einen befristeten Zeitraum in der Bereitschaftspflege bis hin zu einem jahrelangen Aufenthalt in der Vollzeitpflege, wobei intensive Bindungen an die jeweiligen Familienmitglieder entstehen. Die Herkunftsfamilien der Pflegekinder sind dadurch gekennzeichnet, dass die für eine positive Entwicklung eines Kindes notwendigen Grundbedürfnisse nur mangelhaft und unzureichend erfüllt und gewährleistet werden können. Da jedes Kind einen individuellen Förderbedarf mitbringt und die Mangelversorgung in der Herkunftsfamilie in unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstufen auftritt, benötigt das Jugendamt Pflegefamilien, die diesen unterschiedlichen Förder- und Erziehungsaufträgen gerecht werden können. Sie sind bereit , Kinder vom Säuglingsalter bis zum pubertierenden Jugendlichen, in den unterschiedlichsten Entwicklungsphasen aufzunehmen. Pflegefamilien erbringen wesentliche Beiträge zur Aufrechterhaltung unserer Gesellschaft, da sie sich und ihre Familie als kleinste Sozialisationsgemeinschaft zur Verfügung stellen und die Erziehung und Versorgung der nachfolgenden Generation sicherstellen. Maßgeblich geformt wurde der Verein von der früheren Vorsitzenden Maria Goßler aus Veitsbronn . Aus der jahrelangen Arbeit mit Kindern und für Kinder erkannte Frau Goßler auch die Notwendigkeit einer Vereinsgründung für Pflegeeltern. 1978 wurde der Verein schließlich durch eine Gruppe engagierter Tageseltern zur gegenseitigen Unterstützung ins Leben gerufen. Die Besonderheit ist, dass dieser Verein sowohl Tageseltern als auch Vollzeitpflege- und Adoptiveltern vertritt. Diese Mischung ist nur noch selten zu finden. Der Verein war auch Teilnehmer des EU-Projekts "Cinderella", das die Professionalisierung der Pflege- und Tageseltern zur Aufgabe hatte. Aus dem Verein gründete sich ferner der "Initiativkreis zur Erarbeitung fachlicher Standards für Hilfe zur Erziehung in Familienpflege". Diese Standards hat der Bundesverband der Pflege- und Adoptiveltern als Richtlinien übernommen. Wichtige Arbeit leistet der Verein bei der Vorbereitung künftiger Pflegeeltern: In Zusammenarbeit mit Erziehungsberatung und Jugendamt schult der Verein die vom Jugendamt benannten Bewerber und steht ihnen darüber hinaus auch später als Ansprechpartner bei Problemen zur Verfügung. Das jährliche Seminar mit Kinderbetreuung und externen Referenten trägt ebenfalls dazu bei, Pflegeeltern zu motivieren und ihnen Kraft für ihre nicht immer leichte Arbeit zu geben. Landrätin Dr. Gabriele Pauli nahm die Spendenübergabe zum Anlass, dem Verein sowie allen Pflegefamilien für ihre engagierte Hilfe zu danken.