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Energetische Sanierung des Förderzentrums Cadolzburg

v.l.n.r.: Landrat Matthias Dießl, Jutta Weber (Konrektorin Dillenberg-Schule, fachliche Leiterin/ Koordinatorin des Sonderpädagogischen Kompetenz- und Beratungs-Zentrums / Landkreis Fürth), Dieter Strohm (Schulleiter Dillenberg-Schule), Nina Baresel (K

Nach knapp einem Jahr Bauzeit steht den Schülerinnen und Schülern sowie der Schulleitung und dem Leherkollegium ein komplett modernisiertes Schulgebäude zur Verfügung.

Im festlichen Rahmen und im Beisein von Regierungsvizepräsident Dr. Eugen Ehmann wurde am sonderpädagogischen Förderzentrum in Cadolzburg - der Dillenbergschule - die Fertigstellung der energetischen Sanierung gefeiert.

„Somit können wir heute den ersten vollständigen Abschluss einer Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II feiern. Wer sich die Räume ansieht, wird mir zustimmen, dass die Schule im neuen Glanz erstrahlt", sagte Landrat Matthias Dießl in seiner Rede in der Schulaula.

Im Herbst 2009 wurde mit der energetischen Sanierung des Schulgebäudes begonnen. Der Landkreis Fürth hatte auf Beschluss des Kreistags insgesamt drei Bauprojekte für die Fördermaßnahme des Bundes angemeldet. Die Regierung von Mittelfranken gewährte dem Landkreis Fürth letztendlich Zuschüsse für zwei Projekte in Höhe von 1,8 Millionen Euro - darunter die Dillenberg-Schule.

Regierungsvizepräsident Dr. Eugen Ehmann beglückwünschte den Landkreis Fürth in seiner Ansprache zur erfolgreichen Fertigstellung. „Sicher haben Sie alle die alten Schulräume noch in guter Erinnerung. Ich darf erfreut feststellen, dass die bewilligten Gelder sehr sinnvoll eingesetzt wurden. Die Schule kann sich über moderne Räume freuen, zugleich wird die Umwelt entsprechend entlastet, der CO2-Ausstoß reduziert,

Dazu tragen eine neue Dachdämmung und Dachabdichtung, neue Aluminiumfassaden sowie vollautomatische Sonnenschutzsysteme bei. Tageslichtabhängige Beleuchtungssysteme sorgen für eine stets optimale Ausleuchtung der Klassenzimmer und Fachräume.

Ebenfalls erneuert wurden die Fassadendämmung, die abgehängten Deckensysteme, die Wand- und Deckenanstriche und die Anstriche im Bereich der Raumtüren. Das Schulgebäude verfügt zudem über neue Fensterbänke in allen Räumen sowie über eine neue EDV-Verkabelung in sämtlichen Klassen-, Fach- und Verwaltungsräumen.

Dank Einsatz erneuerbarer Energien, wie beispielsweise durch eine Wärmepumpe, sowie durch die Verwendung neuer Gasbrennwertthermen kann die benötigte Heizenergie deutlich reduziert und der CO2-Ausstoß entsprechend verringert werden.

Hinzu kommen in allen Räumen dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Dadurch können die Räume wesentlich energieeffizienter gelüftet werden. Gleichzeitig wird die Raumluftqualität verbessert, was also auch dem Unterricht zu Gute kommt.

Durch entsprechende Filter können Allergiker im Sommer buchstäblich aufatmen. Die neuen Anlagen sorgen zugleich dafür, dass der akustische Komfort gesteigert wird, da störende Geräusche von Außen kaum mehr durchdringen.

„Rechnet man alles zusammen, wurden in die Schule stolze 2,4 Millionen Euro investiert", verdeutlichte der Landrat. Der Landkreis erhält aus dem Konjunkturpaket einen Zuschuss in Höhe von 1,4 Millionen Euro. „Die Sanierung hätte sicher nicht in diesem Umfang erfolgen können, wären uns diese Mittel nicht zur Verfügung gestanden. So danken wir der Regierung von Mittelfranken sehr herzlich, dass wir bei der Verteilung der Fördergelder sehr gut berücksichtigt wurden", so Dießl, der darauf hinwies, dass der Landkreis dennoch über 900.000 Euro der Baumaßnahmen selbst geschultert habe.

Der Nutzen für die Umwelt lässt sich natürlich ebenso in Zahlen belegen: Der Primärenergiebedarf kann von derzeit 306,9 kWh/(m2NGFa) auf 145,3 kWh/( m2NGFa) und der Endenergiebedarf von derzeit 283,4 auf kWh/( m2NGFa) auf 56,4 kWh/( m2NGFa) - und damit deutlich - gesenkt werden.

„Der Nutzen für die Schüler und Lehrkräfte ist dagegen sofort sichtbar", sagte Dießl. „Man muss sich einfach nur im Gebäude umsehen. Der Komfort konnte deutlich gesteigert werden und sollte dazu motivieren, gerne in diese Schule zu gehen."

Ihre Dankbarkeit zeigten die Schüler bereits im Rahmen der Feier: So hatte der Bereich Hauswirtschaft für die Festgäste die Verköstigung und Bewirtung übernommen. Außerdem gab es verschiedene musikalische Einlagen.

Matthias Dießl dankte allen am Bau beteiligten Personen sowie der gesamten Schulfamilie, die während der Bauphase einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen musste. Gravierende Baumaßnahmen wurden aber auf die unterrichtsfreie Zeit gelegt. Der Landrat wünschte Schülern, Lehrern und Eltern viel Freude mit dem neuen Gebäude und appellierte besonders an die Schüler pfleglich mit ihrer sanierten Schule umzugehen, damit der neue Glanz möglichst lange erhalten bleibt.

Die Erneuerung der Außenanlagen (welche nicht im Konjunkturpaket aber im Investitionskostenrahmen des Landkreises enthalten ist) soll im ersten Quartal 2011 – in Abhängigkeit von der Witterung - erfolgen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde ebenfalls die Einweihung des Sonderpädagogischen Kompetenz- und Beratungszentrums im Landkreis Fürth an der Dillenberg-Schule begangen.

Hierdurch sollen Kinder mit besonderem Förderbedarf – neben der weiteren Beschulung – durch kompetente Beratung, Diagnostik und Fortbildung vor Schulversagen geschützt werden. Bestehende Probleme sollen rechtzeitig erkannt und geeignete schulische oder häusliche Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet werden.