AAA | Drucken |

Kulturlandschaften

Wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Projektstart gesucht.

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Erfassung (historischer) Kulturlandschaften“ haben sich alle neun Lokalen Aktionsgruppen aus Mittelfranken und der Region Bamberg sowie drei LAGs aus der Oberpfalz zusammengeschlossen, um mit einer Förderung aus dem LEADER-Topf eine gemeinsame Erfassung von Kulturlandschaftselementen durchzuführen. Die Bezirke Mittelfranken und Oberpfalz begrüßen das Projekt und werden es mit einer finanziellen Beteiligung unterstützen.

Viele Akteure arbeiten bei diesem Projekt zusammen, darunter der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, Bezirks-, Kreis- und Ortsheimatpfleger, Landschaftspflege- und Naturschutzverbände sowie weitere regionale Organisationen. Die Erfassung der Kulturlandschaftselemente wird von einem Projektmanagement und einer Bürokraft koordiniert. Zum Projektstart wird nun daher ein wissenschaftlicher Mitarbeiter gesucht (weitere Informationen siehe unten).

Die Menschen haben zu allen Zeiten und in allen Lebensbereichen ihr Umfeld nach ihren Bedürfnissen gestaltet. Im Laufe der Jahrhunderte sind so zahlreiche Kulturlandschaftselemente entstanden. Dies können in einer Region Brunnen, alte Wasserleitungen, Felsenkeller, Weinbergmauern, Lesesteinhaufen, Kopfweiden oder Streuobstanlagen sein, in einer anderen Hutewälder, alte Obstbäume in freier Flur, Mittel- und Niederwälder, Steinbrüche, Lehmgruben, Alleen, Wehre, Mühlbäche oder Hohlwege, und wieder in einer anderen Altstraßen, Grenzsteine, Wallgräben, Heiligenfiguren, Steinkreuze, Wallfahrtszeugnisse, Kohlenmeiler oder aufgelassene Weiher.

Ziel des Projekts ist es, in enger Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege modellhaft eine Datenbank aufzubauen, in der die hauptsächlich von Ehrenamtlichen erfassten Kulturlandschaftselemente nach Überprüfung durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingepflegt werden. Nachdem sich Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Kenntnissen an dem Projekt beteiligen, werden zu Beginn allerdings noch nicht alle Elemente, die erfasst werden, auch schon eindeutig zugeordnet werden können.

Der große Vorteil dieses Kooperationsprojekts ist eine individuelle Erfassung der Kulturlandschaftselemente. Jede LAG entscheidet für sich und ihre Region, welche Elemente erhoben werden. Dabei ist klar, dass eine vollständige Erfassung im Rahmen dieses Projektes nicht machbar ist. Von zentraler Bedeutung ist die Einbindung von Ehrenamtlichen, die zu einem neuen Blick auf ihre Heimat motiviert werden sollen. In verschiedenen Workshops werden sie für die Erfassung der Elemente qualifiziert. Neben grundlegenden Informationen zur (historischen) Kulturlandschaft erhalten sie dabei auch Schulungen zur Datenerhebung und zu noch festzulegenden Spezialthemen. Die Workshops werden gebündelt an drei bis vier Orten im doch relativ großen Projektgebiet angeboten.

PROJEKTMANAGEMENT

Erfassung (historischer) Kulturlandschaften

Ab 1. Oktober 2017
Gehalt angelehnt an TvöD

Alle Infos unter: www.LAG-Steigerwald.de

News Archiv