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Landkreis Fürth wirbt für E-Bikes - Neue Ladestationen in Langenzenn und Cadolzburg

Landkreis Fürth wirbt für E-Bikes

Ob Service, Wartung, Aufladen oder Verleih - gemeinsam mit den Kommunen arbeitet der Landkreis Fürth daran, die Fahrradfreundlichkeit bei der E(lektro)-Mobilität zu steigern.

Die „Tour de Fürth“ soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Zusammen mit Kommunalpolitikern, Fahrradbeauftragten der Kommunen und weiteren Interessierten radelte die Gruppe dabei von Langenzenn aus zu verschiedenen Stationen im Landkreis.

Dafür wurden allen Teilnehmern E-Bikes zur Verfügung gestellt. „Denn E-Biken macht Spaß und unabhängig vom Auto“, gab der Landrat die Devise des Tages aus. Ziele der zusammen mit der N-ERGIE organisierten „Tour de Fürth“ waren der Erfahrungsaustausch und die Besichtigung von bereits vorhandenen Ladestationen für E-Bikes.

„Mit Elektromotoren angetriebene Fahrräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei allen Generationen“, sagte Matthias Dießl. E-Bikes lägen sowohl bei Freizeitradlern als auch bei Pendlern voll im Trend. „Vor allem im ländlichen Raum kommt dem E-Bike eine wichtige Funktion zu, da es ermöglicht, längere Strecken unabhängig vom Auto zurückzulegen.“

Beim Fahren mit dem E-Bike geht der Spaß am Radeln nicht verloren: Der Elektromotor unterstützt je nach Einstellung mehr oder weniger das Treten in die Pedale - E-Bikes fahren also nicht von alleine, was fälschlicherweise oft angenommen wird. Dies tun nur sogenannte S-Pedelecs. Eine große Zielgruppe sind sicherlich Senioren, die heute aktiver sind, als jemals zuvor. Für sie ist das E-Bike eine ideale Kombination aus Bewegung und individueller Mobilität. Aber auch Pendler schätzen den Vorteil, komfortabel und schnell ans Ziel zu kommen.

Generell geht der Trend zu Reisen mit dem E-Bike, weshalb die Räder auch bei jungen Leuten beliebt sind. Die neuen sportlich-modernen Modelle, wie zum Beispiel E-Mountainbikes, bei denen Motor und Akku kaum noch zu sehen sind, tragen dazu bei.

Die Vielfalt an Modellen ist mittlerweile groß, das zeigten vor der Tour die Vertreter der Firmen Boxenstopp aus Langenzenn und Velorado aus Zirndorf mit einer kleinen E-Bike-Ausstellung. An der Tour durch den Landkreis beteiligten sich unter anderem Bürgermeister der Landkreis-Kommunen sowie Vertreter aus der kommunalen Verwaltung, um erst einmal selbst ein Gefühl für die Technik zu entwickeln und dabei die neuesten Trends bei E-Bikes und Ladeinfrastruktur kennenzulernen. Mit dabei waren zudem der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Norbert Straub, der stellvertretende Leiter der IHK Geschäftsstelle Fürth, Alexander Reinfelder, Regionalmanagerin Joanna Bacik und LEADER-Managerin Anne Kratzer.

Wie der Landrat betonte, können gerade Tourismusregionen vom E-Bike- Trend profitieren: Jährlich würden mehr als neun Milliarden Euro mit dem Radtourismus in Deutschland umgesetzt. „Gewisse Voraussetzungen sollten aber gegeben sein“, sagte Matthias Dießl, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern ist. „Wer mit dem E-Bike reist, möchte nicht auf Komfort und Infrastruktur verzichten: Dazu gehören Service- oder Wartungsmöglichkeiten, Lade- und Verleihstationen“, betonte er.

So besichtigten die Tour-Teilnehmer die E-Bike-Ladestationen entlang der Strecke in Langenzenn, Großhabersdorf und Cadolzburg. „Das sollte es flächendeckend geben“, regte Matthias Dießl an. Der Landkreis befürworte ein gemeinsames Agieren der Kommunen, um die Fahrradfreundlichkeit im gesamten Landkreis auch im Bereich E-Mobilität weiter zu steigern. „Zu den Zielen des Landkreises Fürth und der LEADER Region gehört es, aktiv an der CO2-Einsparung mitzuarbeiten“, sagte der Landrat mit Blick auf den Klimawandel.

Der Landkreis Fürth ist der zweite Landkreis in ganz Bayern, der als fahrradfreundlicher Landkreis ausgezeichnet wurde. Ein gut ausgebautes Radwegenetz hat der Landkreis bereits zu bieten. Ganz nach dem Motto „Ein gutes Radfahrklima erhöht die Lebensqualität im Landkreis Fürth“ will der Landkreis den Radverkehr stetig als wichtiges Element der Nahmobilität in Freizeit und Alltag fördern.

Im Rahmen des Regionalmanagements entwickelt der Landkreis verschiedene überregionale Themenwege wie den Burgenstraßen- und den Erlebnisradweg Hohenzollern, die wie alle anderen Radwege über eine Freizeit-App erkundet werden können. Auch im Klimakonzept des Landkreises und der Gemeinden ist der Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität ein Thema.

Auch die N-ERGIE Aktiengesellschaft treibt in enger Partnerschaft mit den Kommunen die Elektromobilität aktiv voran. Damit bei längeren Touren mit dem Elektrofahrrad unterwegs nie der Strom ausgeht, errichtet die N-ERGIE Aktiengesellschaft entlang der Radwege in der Region spezielle Ladestationen für E-Bikes. „Rund 60 solcher Stationen gibt es in der Metropolregion Nürnberg bereits“, berichtet Dr. Alexander Nothaft, Berater für Kommunale Kunden bei der N-ERGIE. Gemeinsam mit über 40 weiteren Stadt- und Gemeindewerken baut die N-ERGIE zudem eine einheitliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Nordbayern auf. Eine davon wurde wenige Tage vor der Tour in Cadolzburg an der Burg neu errichtet. Und auch in Langenzenn am Biergarten „Zennoase“ können die E-Bikes jetzt „aufgetankt“ werden. Auch Seukendorf gehört zu einer der ersten Kommunen, die mit Unterstützung der N-ERGIE aufgerüstet haben.

Nach einem Zwischenstopp im Roten Ross in Großhabersdorf und der Besichtigung der Cadolzburg kehrten die E-Bike-Radler zum Ausklang in Langenzenn ein. Hier wurden noch viele Informationen ausgetauscht. Der Landrat bedankte sich bei allen Teilnehmern.

Unser Tipp:
Die App „Erlebnisradweg Hohenzollern“ und die Erlebnis-App des Landkreises Fürth sind für iOS und Android in den Stores zu finden. Infos zum Erlebnisradweg auch unter www.erlebnisradweg-hohenzollern.de

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