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LEADER ermöglicht einen grünen Ruhepol im Landkreis: “Garten der Hoffnung” feierlich eröffnet

Der Garten der Hoffnung“ wurde feierlich eröffnet

Sehnsucht, Aufbruch, Loslassen und Ankommen sind die vier Themen, die der Garten mit Hilfe von Skulpturen, Bibelversen und Zitaten ansprechen möchte

Auf dem Gelände der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf ist eine Oase entstanden, die zum Verweilen einlädt. Der “Garten der Hoffnung” wurde auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern durch das EU-Förderprogramm LEADER ermöglicht.

Er soll den Austausch der Generationen fördern und lädt auch Besucher auf das Gelände der Diakoniegemeinschaft ein.

“Das Konzept hat Modellcharakter und ist bisher einzigartig im Landkreis Fürth”, betonte Landrat Matthias Dießl. “Obwohl uns die moderne Technik immer mehr Dinge abnimmt, scheint immer weniger Zeit zur Erholung zu bleiben. Viele Menschen sind gestresst. Gegen diese Entwicklung will die Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf mit dem “Garten der Hoffnung” ein Zeichen setzen”, erläuterte er.

Friedrich Rößner, Direktor der Diakonie Gemeinschaft Puschendorf e.V., bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Fürth und LEADER. “Wir wollen uns mit dem Garten auch mehr nach außen öffnen, mit dem Ziel der Zusammenführung und des Austauschs verschiedener Generationen, unterschiedlichen Lebenssituationen und unterschiedlicher Religionen”, so Rößner. Es gehe um die Themen „Ruhe finden“ und “Stress bewältigen“.

Der “Garten der Hoffnung” wurde mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet. Abgeschlossen wurde der Tag am Nachmittag mit einer einstündigen Festveranstaltung.

Im Juni 2018 hatte Landrat Matthias Dießl zusammen mit Friedrich Rößner und Konrad Flämig, Inspektor der Landeskirchlichen Gemeinschaft, mit einem feierlichen Spatenstich den Startschuss für das Projekt gegeben.

Das Zusammenspiel von Skulpturen, biblischen Texten und Zitaten soll zudem Menschen ansprechen, die mehr über den christlichen Glauben erfahren wollen. “Wir haben die Themen der Stationen so gewählt, dass sie zwar eine biblische Aussage haben, aber das Auge des Betrachters diese nicht als erstes fokussiert, sondern zunächst eher die lebensphilosophische Aussage erfassen kann”, erläuterte Klaudia Schönhoff, Leiterin des Projektes Garten der Hoffnung.

In dem Garten werden die vier Themen Sehnsucht – Aufbruch – Loslassen – Ankommen aufgegriffen. Das Thema jeder der vier Stationen wird durch eine Skulptur veranschaulicht, die durch einen kurzen Text ergänzt wird. Das ist mal ein Bibelvers oder auch ein Zitat. Jede Station bekam einen Sichtschutz und eine Sitzgelegenheit, damit Ruhe und Verweilen möglich sind.

Innerhalb der Diakoniegemeinschaft waren verschiedene Gruppierungen in das Projekt eingebunden gewesen. Ideen für die Skulpturen und die Gestaltung für das Gelände wurden von verschiedenen Seiten eingereicht. Die Gesamtkosten für den “Garten der Hoffnung” liegen bei rund 116 500 Euro. LEADER steuert 50 Prozent dazu bei.

Die Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf e.V. ist eine Einrichtung mit Alten-und Pflegeheim (110 Bewohner), Gästehaus und Veranstaltungshalle am östlichen Ortsrand der Gemeinde Puschendorf. Sie beschäftigt etwa 120 Mitarbeiter am Ort. Auf dem Gelände sind eine Praxis für Physiotherapie, sowie eine Praxis für Ergotherapie ansässig.