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Rote Überraschung im Besprechungszimmer:

Landkreis Fürth hat Bild der renommierten Künstlerin Valeska als Leihgabe erhalten Das große Besprechungs-Zimmer im Landratsamt Zirndorf hat während der Sommerpause eine optische wie künstlerische Aufwertung erfahren: Gleich nach dem Eingang hängt nun ein großflächiges Gemälde der bekannten Künstlerin Valeska. Das Bild wird nicht nur von prägnanten Rottönen dominiert, sondern trägt auch den Titel „Rot“. „Das passt zwar nicht ganz zur Farbe meiner Partei, aber das spielt letztendlich ja gar keine Rolle. Ich freue mich, dass wir ein Bild der von mir sehr geschätzten Künstlerin bei uns zeigen können“, so Landrätin Dr. Gabriele Pauli. Wie bei vielen Gemälden von Valeska, so erlaubt auch dieses Bild eigene Interpretationen und spricht somit die Fantasie an. Verbindet der eine mit dem pulsierenden Rot die Dynamik, mit der im Landkreis Fürth gearbeitet wird, sieht ein anderer womöglich in dem Rot, das an manchen Stellen fast ins Schwarze übergeht, das Pro und Contra der vielen Debatten, die in dem Besprechungszimmer stattfinden. Denn hier werden nicht nur Presse-Gespräche abgehalten, sondern auch die Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse des Kreistages. Kosten sind dem Landkreis Fürth für das Bild nicht entstanden. „Ich habe das Bild kostenlos als Leihgabe zur Verfügung gestellt, auch als kleinen Dank für die Ausstellung meiner Bilder im Foyer des Landratsamtes vor zwei Jahren“, erklärt die Künstlerin. Sechs Wochen lang waren vom 21. Juni bis zum 30. Juli 2004 insgesamt 24 Bilder ausgestellt. Der Zuspruch aus der Bevölkerung war damals sehr groß. Landrätin Dr. Gabriele Pauli freut es besonders, dass Valeska als Frau in der zum überwiegenden Teil von Männern dominierten Kunstszene so viel Erfolg hat: Schließlich war Valeska die erste Frau, die im „Männerkünstlerklub“ Malkasten in Düsseldorf ordentliches Mitglied werden und ausstellen durfte. Valeska, die in Stettin geboren wurde und an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin studierte, lebt in München. Bei Valeskas meist großformatigen Bildern (bis 3.60 x 2.00 Meter) dominieren runde, weiche Formen, die charakteristisch sind für ihre Suche nach Harmonie. Die Ölfarben trägt Valeska lasierend auf, in bis zu 23 dünnen Schichten übereinander, dreidimensional. Deshalb liegen Tiefenwirkung und Transparenz nah zusammen, scheinen die gemalten Flächen in Bewegung. „Wer ein bisschen von Psychologie versteht, der kann bei meinen Bildern in meiner Seele lesen wie in einem Buch. Hässliches gibt es schon genug, da muss die Kunst ästhetisch sein. Ich wünsche mir, dass dies auch bei dem roten Bild im Besprechungszimmer zum Ausdruck kommt“, sagt Valeska.