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Unterirdisches Mahnmal erinnert an 2. Weltkrieg

Ein Mahnmal für den Frieden in Veitsbronn

Die Veitsbronner Erdbunkeranlage ist als Mahnmal durch Landrat Matthias Dießl und Bürgermeister Marco Kistner eröffnet worden.

Nachdem der Bunker in den 1960er Jahren aus Sicherheitsgründen zugeschüttet wurde, hatte die Gemeinde Veitsbronn in den vergangenen Monaten auf Anregung des Gemeindeheimatpflegers den Bunkereingang wieder freilegen lassen. Für die Bewahrung dieses bedeutenden, historischen Erbes standen Fördergelder der LEADER Region Landkreis Fürth zur Verfügung.

„Von der Eröffnung des Erdbunkers Veitsbronn als Mahnmal geht ein wichtiges Signal aus. Er veranschaulicht, in welcher schlimmen Situation sich die Menschen während des Zweiten Weltkrieges auch bei uns befanden“, so Landrat Matthias Dießl und weiter „es ist wichtig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sie aufzuarbeiten oder um es mit den Worten von Helmut Kohl zu sagen: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

Das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt besonders innovative und regional wirksame Ideen im Landkreis Fürth, die ein besonders hohes Maß an Bürgerengagement aufweisen. Mit dem Erhalt eines regional einzigartigen Kriegsmahnmals wird das historische Erbe der Region bewahrt, ein Beitrag zur Weitergabe von national bedeutsamem Wissen geleistet und die Tourismusinfrastruktur ausgebaut.

Insbesondere für den Norden des Landkreises stellt das Projekt einen Baustein zum Ausbau der kulturell-historischen Landschaft dar. Das Mahnmal ist über Rad- und Wanderwege erreichbar und erhöht deren Erlebnisqualität. „Der Gemeinde war es wichtig, zusammen mit dem Bunker die historische Bedeutung von Veitsbronn aufzuwerten. Das unterirdische Mahnmal wurde entsprechend informativ gestaltet und mit Aufenthaltsmöglichkeiten ausgestattet, um Besucher zum Verweilen und vor allem zum Nachdenken einzuladen“, so Bürgermeister Marco Kistner.

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