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Zu Besuch bei Federlein‘s Farm: Regionalinitiative besucht neuen Hühnerhof

Wie genau sieht die Haltung von Freilandhühnern aus? Danach erkundigte sich die Regionalinitiative “Gutes aus dem Fürther Land”.

Zusammen mit Landrat Matthias Dießl besuchten Cadolzburgs 2. Bürgermeister Dr. Georg Krauß und Mitglieder der Regionalinitiative Federlein‘s Farm mit dem neu errichteten Hühnerhof der Familie Federlein in Egersdorf.

Seit einem Jahr gibt es dort einen großen nach Bio-Richtlinien erbauten Hühnerhof. Er bietet den Hühnern eine artgerechte Haltung und große Freiflächen zum Scharren und Sandbaden im Außenbereich. Besonderes Augenmerk legt die Betriebsleiterin Julia Federlein auf die Qualität und den Geschmack der Eier. „Es darf nicht an hochwertigen Futtermitteln gespart werden, auch wenn die Preise momentan sehr hoch sind, da diese für den Eigeschmack maßgeblich sind“, so die Betriebsleiterin.

Der Bauernhof der Federleins wird in der siebten Generation geführt. Seit einigen Jahren liegt der Schwerpunkt dabei auf Nachhaltigkeit, hoher Qualität und gelebter Regionalität. Das Erreichen dieser Ziele fällt dabei nicht aus heiterem Himmel. „Diese Veränderungen des Betriebes waren nur möglich, weil ich die Unterstützung meiner Eltern hatte. Wenn Generationen aufeinandertreffen, kann durch unterschiedliche Sichtweisen und veränderte Herausforderungen ein Konflikt entstehen oder man handelt als Team und meistert die Anstrengungen gemeinsam. So war es glücklicherweise bei uns. Ich denke meine Familie hat das ganz gut gemeistert. Das bestätigen jedenfalls auch unsere zufriedenen Kunden“, führt erfreut Julia Federlein aus.

Neben der Hühnerhaltung wird auf den Ackerflächen Dinkel, Weizen, Raps und Mais angebaut. Auf größeren Wiesen wird außerdem Heu für Pferde produziert. Kleinere Wiesen bleiben dem Naturschutz vorbehalten. Wichtig ist dem Betrieb auch die die Gewinnung elektrischer Energie mittels Photovoltaik. Als Direktvermarkter verkauft der Betrieb Eier, selbstgemachten Eierlikör und Eiernudeln. Die Produkte können bei verschiedenen Einzelhändlern und in Automaten mit Selbstbedienung gekauft werden. Neben den Eierprodukten werden dort auch Milch- und Wurstprodukte aus der Region verkauft. Am beliebtesten sind die Freilandeier und der Eierlikör. Die Internetseite informiert über die Einkaufs- und Bestellmöglichkeiten.

„Moderne und nachhaltige Landwirtschaft wird auf Federleins Farm sichtbar praktiziert und gelebt. Das zu sehen, freut mich sehr. Wo holen Sie sich hierfür die Ideen und den Umsetzungsplan?“, fragt Landrat Matthias Dießl bei der Betriebsbesichtigung.

„Ich möchte, dass Landwirtschaft ein Teil unserer Gesellschaft bleibt, also muss sich der Landwirtschaftsbetrieb ein Stück weit der Umgebung und den Ansprüchen der Verbraucher anpassen. Wenn die Bevölkerung und die Bebauung immer näher in Berührung mit den Bauernhöfen kommen, dann ist es nicht leicht, einen großen Betrieb zu führen. Wichtig sind faire Preise, die der hohen Qualität gerecht werden. Für den Landkreis Fürth und die gesamte Region sichern so die Landwirtschaftsbetriebe regionale Versorgung vor Ort. Und für die Bevölkerung und besonders für Kinder bleibt dadurch der Bezug und die Wertschätzung zu Lebensmitteln erhalten“, so Gesellschafterin Julia Federlein.

Landrat Matthias Dießl und 2. Bürgermeister Dr. Georg Krauß bedankten sich für die wertvollen Eindrücke und wünschen dem Familienunternehmen weiterhin viel Kraft und Leidenschaft für die nachhaltige Betriebsführung.