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“Caesars bunter Stängel” von Landrat Matthias Dießl getauft

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Der 1. Vorstand von „Ihre RegionalGärtnerei“ Karl Menger, Fernsehkoch Rainer Mörtel, Landrat Matthias Dießl und der Inhaber des Pflanzenhauses Schöner Gerhard Schöner bei der Taufe der Gemüsepflanze des Jahres

Mitglieder der Regionalinitiative “Gutes aus dem Fürther Land” haben das Pflanzenhaus Schöner in Zirndorf besucht. Dort taufte Landrat Matthias Dießl die bayerische Gemüsepflanze des Jahres 2014: “Caesars bunter Stängel”.

Dahinter verbirgt sich ein dekorativer Mangold, der mit seinen bunten und schmackhaften Stängeln zu den besonders ertrag- und vitaminreichen Stielmangold-Sorten zählt.

“Regionalität kann nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen”, sagte Landrat Matthias Dießl nach der Taufe.

Die Mangoldpflanzen werden in den Gewächshäusern der Region bereits im Topf vorkultiviert und können ab Ende April sofort in das Gartenbeet ausgepflanzt werden oder - in Kästen und Kübel gepflanzt - auf der Terrasse und dem Balkon weiterwachsen.

Wie Gerhard Schöner, Inhaber Pflanzenhaus Schöner, berichtete, eignet sich der vitaminreiche “Römer” mit seinen großen, krausen Blättern und den bunten Stielen nicht nur für den Gemüsegarten, sondern ist auch besonders dekorativ als Zwischenpflanzung in Staudenbeeten. “Geerntet werden kann dann den ganzen Sommer lang! Frisch vom Beet oder Kübel – ab in den Topf!”, sagte Schöner.

Karl Menger, 1. Vorstand „Ihre RegionalGärtnerei“, ging auf den Ursprung der Gemüsepflanze ein: Im Mittelmeerraum oder im Orient sei Mangold bereits vor Christi Geburt an den Meeresküsten in Kultur genommen worden, sagte er. Durch die Ausdehnung des römischen Reiches gelangte diese „Urform“ dann nach Mitteleuropa und war bis ins 16. Jahrhundert eine weit verbreitete Gartenpflanze.

Nachdem er in Deutschland lange Zeit durch den Spinat verdrängt wurde, erlebt der Mangold heute eine echte Renaissance in der Küche.

„Es gibt ganz unterschiedliche Verwendungszwecke, zum Beispiel als Gemüse, dekorative Kübelpflanze für Balkon und/oder Terrasse, dekorative Solitärpflanze für Beete und auch eine Kombination mit Stauden ist möglich. Auch in der Spitzengastronomie wird dieses Gemüse wieder häufiger verwendet”, bestätigte Fernsehkoch Rainer Mörtel in Zirndorf. Er bereitet verschiedene Speisen aus Mangold für die Besucher zu.

Die Gärtnerei von Gerhard Schöner verfügt über rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Das Sortiment umfasst unter anderem eine große Auswahl an blühenden und grünen Zimmerpflanzen, Gemüse-, Blumen-, Kräuter- und Rasensamen und Erdbeeren. Auch frische Kräuter in großer Auswahl werden je nach Saison vermarktet. Das Pflanzenhaus Schöner ist Mitglied der Initiative “Ihre RegionalGärtnerei”. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss familiengeführter, kompetenter Endverkaufsgärtnereien und Baumschulen, die sich ihrer Verantwortung für Natur und Umwelt bewusst sind.

Georg und Margarete Schöner gründeten 1925 die Gärtnerei mit Gemüsebau, Baumschulhandel und Zierpflanzenproduktion. Ab dem Jahre 1955 übernahm Sohn Gerhard Schöner sen. den Betrieb. 1957 kam das Floristikfachgeschäft in der Nürnberger Straße 34 in Zirndorf dazu, das seit 1990 von Günter Schöner als selbstständiger Betrieb geführt wird. In den 60er/70er Jahren wurden neue Gewächshäuser gebaut, der Gemüsebau wurde eingestellt und die Zierpflanzenproduktion erweitert.

Heute wird der Gartenbau Schöner als Pflanzenhaus Schöner in der dritten Generation von Gerhard Schöner jun. geleitet, auch dessen Sohn Christian ist schon fest im Betrieb verankert.

Landrat Matthias Dießl dankte Firmenchef Gerhard Schöner für die äußerst informative Präsentation regionaler Erzeugnisse und Dienstleistungen.