AAA | Drucken |

Siebener Wanderweg

Wegemarkierung 7 - Wegstrecke: 5 km
reine Laufzeit ca. 1¼ Stunden

Vom Ausgangspunkt Bahnhof Langenzenn führt der Weg auf der Hauptstraße östlich in Richtung Horbach, bis zum Wegweiser „Walther Dachziegel“.
Dem Wegweiser folgen wir am Bogners-Wäldchen vorbei bis zum Trafohaus.

Hier trifft man auf den ersten größeren Stein mit der Aufschrift „Siebener-Weg“ und dem Text „Der Stein den die Bauleute verworfen haben ist zum Eckstein geworden“.

Der Weg führt uns weiter entlang des Teichenbachs, der oberhalb der Wasenmühle in die Zenn fließt. Dann kommen wir zu der Stelle, wo der Reuthgraben und die Horbach zusammen fließen. An dieser Stelle hat um 1830 der Gerber Walther eine Lohmühle errichtet. Um 1880 verlegte er seine Gerberei aus der Stadtmitte an den Standort zur Lohmühle. Heute steht an dieser Stelle das Verwaltungsgebäude der Firma „Walther Dachziegel“.

Wir kommen dann zum zweiten Stein.
Insgesamt sind es sieben Steine in die der Text des Siebener Liedes eingemeißelt wurde.
Mit Steinen fest vermessen, ist unser Felder Rund.
Wo Ahnen sind gesessen, sie machen es uns kund.

Den Mühlweiher der ehemaligen Lohmühle zur Rechten, kommen wir nach einigen Metern an einer gefassten Quelle vorbei, die leider jetzt ohne Wasser ist.

Der Witwen Grenzen wahren, den Schwachen beizustehn, ist unser Amt seit Jahren, Herr, laß es uns versehn!

Wir erreichen den dritten Stein.
An dieser Stelle kreuzt der Reuthgraben-Fußweg den früheren Weg von Langenzenn nach Roßtal. Auf diesem Weg soll schon König Otto der I im Jahre 954 nach dem Reichstag in Cenna nach Roßtal gezogen sein.

Gott kann die Steine rücken, uns treiben aus dem Land.
Da wolln wir auf ihn blicken, uns beugen seiner Hand.

Wir folgen dem Reuthgrabenweg weiter zum vierten Stein.

Hier ist ein guter Platz um eine kleine Rast einzulegen, am Ufer des kleinen Baches dem Vogelgesang zu lauschen und die Natur mit ihren vielen Grüntönen in aller Ruhe zu genießen. Hier versickert auch der Bach und tritt weiter unten wieder zu Tage.
Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anders hast du noch vor dir.
Wenn du verweilst, dann nur um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.
Augustinus Aurelius

Weiter dem Weg folgend kommen wir zum fünften Stein.
Hier mündet der Reuthgrabenweg in den ehemaligen Rossendorfer Schulweg ein.
Weit fester als die Steine ist unsres Gottes Wort :
Ihr bleibet doch das Meine
am neuen fremden Ort.
Wir biegen nach links in den Rossendorfer Fußweg ein und gehen eine leichte Steigung bis der Weg an einem geschotterten, landwirtschaftlichen Weg endet.

Hier sind wir nun beim sechsten Stein angekommen.
So freun wir uns der Grenzen,
die Gott setzt unsrem Streit.
Er lasse uns erglänzen
schon jetzt Gerechtigkeit.

Dem Siebenerweg folgend biegen wir nochmals nach links ab und gehen auf dem Schotterweg in östlicher Richtung bis zu einer kleinen Hecke am rechten Wegrand.
Ihr wurde, wegen ihrer schönen Feldlage, bei der Flurbereinigung besondere Beachtung
geschenkt, da sie Vögeln und Wild ausgezeichneten Schutz bietet.

Hier steht nun der siebte Stein.

Auf diesem Stein kann man den Schluss des Siebener-Liedes lesen.
Er setzt in festen Schranken den Tod und das Gericht, die Gnade wird nicht wanken, im Dunkeln leuchtet Licht.

Wir bleiben weiter auf diesem Weg. Links befindet sich der Reuthgraben, den wir durchwandert haben. Nun haben wir das eigentliche Ziel des Siebenerweges, den Siebenerplatz erreicht. Hier gibt uns eine Info-Tafel Auskunft über die Bedeutung der Feldgeschworenen (Siebener), der Steine und der Grenzen.
Auch die Pflanzen, welche im Lebensraum Feldrain und Grenze angesiedelt sind, kann man hier kennenlernen. Die fast schon ausgestorbene Kornrade wurde durch Zufall am südlichen Ende des Platzes durch einen Siebener gefunden.
Folgen wir diesem Weg in östlicher Richtung weiter, führt er uns durch die freie Flur. Von hier aus hat man einen weiten freien Blick über unsere fränkische Heimat, vor uns breiten sich die Städte Fürth und Nürnberg aus.  Dahinter noch zu sehen sind die Hersbrucker-Schweiz mit Moritzberg, links die Dörfer Horbach und Hausen, der Hardwald und der Alitzberg. Auf der rechten Seite kann man dann Cadolzburg sehen. Am Ende dieses Weges befindet sich ein Hardenbergstein. Von hier aus kann man nach Horbach gehen und dann zurück zum Ausgangspunkt nach Langenzenn.

Wandersegen:
Gott sei Licht auf deinem Wege.
Er sei bei dir, wenn du Umwege und Irrwege gehst.
Er nehme dich bei der Hand und gebe dir viele
Zeichen seiner Nähe.
Er erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir
seinen Frieden.

Quellenangabe:
Siebener Wege
Siebenerobmann Martin Weber, 90579 Langenzenn
Verlag Ingrid Ott 96472 Rödental

>> PDF Siebener Weg

>> Karte

erreichbare Haltestellen:
R-Bahn R 12:
- Langenzenn Bahnhof

VGN-Fahrplanauskunft