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Dr. Edgar Birzer

Sinnliche Erkenntnisse anregen!

In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stellten sich zwei neue Herausforderungen für die moderne Malerei. Denn nicht zuletzt durch die Entwicklung der Massenmedien wurde eine Überflutung mit optischen Reizen bewirkt. Aber auch der automatisierte Arbeitsprozeß und stressender Berufsverkehr zwingen zu ständigen - vielfach ohnmächtigen - Reaktionen auf konditionierende Reize.

So kommt nun der modernen Malerei eine doppelte und scheinbar widersprüchliche Aufgabe zu: Einerseits muß sie mehr denn je sinnliche Eindrücke ermöglichen. Anderseits muß sie sich zugleich begrenzen auf das Wesentliche. Begrenzen auf das Wesentliche bedeutet Verzicht auf jegliches schmückende Beiwerk. Vermeintlich kreative Formenvielfalt und ausufernde Farbgebung müssen unterbleiben. Nur so ist sichergestellt, daß die Malobjekte nicht aufregen und ablenken von sinnlicher Erkenntnis sondern diese anregen.

Mehr dazu auf www.sichtweisen.org

Über meine Photographie:
Nicht das Spektakuläre der Massentourismus-Erinnerungsfotografie, das sich eigentlich beinahe jeder mit einem Flugticket in ein fernes Land erkaufen kann, sondern das Besondere des Alltags. Kein gezwungenes Arrangieren des Motivs sondern das Vorfinden seines Wesens. Fotografie des Alltäglichen ohne banal zu werden. Keine Verkünstelung und unbegründete digitale Manipulation des Photos sondern dem Objekt seine Gestalt lassen. Keine Foto-Dokumentation durch bloße Wiedergabe des Momentanen sondern Aufzeigen des Ungewöhnlichen und Vergänglichen durch den festhaltenden eigenen Blick. Somit dem Subjektiven Objektivität und dem Moment Ewigkeit geben.

Mehr dazu auf www.photos.birzer.net

Auswahl aus dem Werk