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Neue LEADER-Projekte bei Mitgliederversammlung vorgestellt

Fast genau ein Jahr nachdem der Landkreis Fürth als Lokale Aktionsgruppe in Bayern für LEADER-Fördermittel der EU anerkannt wurde, hat die zweite Mitgliederversammlung des Vereins LEADER Region Landkreis Fürth e.V. in Veitsbronn stattgefunden.

Der Vereinsvorsitzende Landrat Matthias Dießl gab zunächst einen Rückblick auf das vergangene Jahr, gleichzeitig stellte er die LEADER-Projekte vor, für die der Steuerungskreis bereits grünes Licht gegeben hat. Deutlich wurde dabei: Die Lokale Aktionsgruppe plant viele weitere Projekte – u.a. eine Jugendfarm für den Landkreis Fürth. Die ersten beiden LEADER-Projekte im Landkreis sind, wie berichtet, das unterirdische Mahnmal in Veitsbronn und das Kulturhaus in Stein mit dem dann auch der Landkreis Fürth erstmals eine Bezirkseinrichtung bekommen wird. „Im ersten Jahr ist einiges passiert und wir wollen in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Demographie und Tourismus mit weiteren Projekten daran anknüpfen”, sagte der Landrat. Seit Juli 2015 erhält die Lokale Aktionsgruppe tatkräftige Unterstützung von der Geschäftsstelle im Landratsamt in Zirndorf und damit von LEADER-Managerin Anne Kratzer. Zahlreiche Projektgruppensitzungen haben stattgefunden. Nun soll es mit einem neuen Projekt weitergehen, das der Steuerkreis einstimmig beschlossen hat:

Kunst und Informationen auf Biberttal- Radweg
Unterstützen möchte die Lokale Aktionsgruppe den „Kunst- und Naturweg entlang des Biberttalradweges“ in Ammerndorf, der künftig am gut ausgebauten Radweg ein vielfältiges Angebot für Radfahrer und Familien bereithalten soll. Der Heimat- und Gartenbauverein Ammerndorf als Antragsteller hat hierzu vom Ort aus in östlicher und westlicher Richtung drei Routen konzipiert, die in den nächsten zwei Jahren schrittweise umgesetzt werden sollen. Angesteuert werden sehenswerte ökologische Punkte (Bachläufe, Orchideenfelder, Sonderkulturen, Aussichtspunkte, Windkraft), die durch Infotafeln und Kunstwerke gekennzeichnet und verschönert werden. Mit Hilfe von Schaukästen und Infotafeln können sich Radler und Wanderer über die abwechslungsreiche Kulturlandschaft und die Vielfalt heimischer Tiere und Pflanzen informieren. Bereits bestehende Objekte, wie Schautafeln, Skulpturen, Trinkbrunnen, Sitzmöglichkeiten, die bis jetzt keinen Bezug zu Themenrouten haben, sollen mit aufgenommen werden. Entlang der Wege sollen Skulpturen von regionalen Künstlern aufgestellt werden. Hierzu wird der Projektträger einen Wettbewerb veranstalten. Insgesamt wird der Biberttalradweg dadurch weiter aufgewertet, betonte der Landrat. Ansprechpartner für am Wettbewerb interessierte Künstler ist Arnold Bögelein unter 0172/9158452.

Jugendfarm als Naturerlebnis für Kinder und Jugendliche
Am Ende der Veranstaltung hatten weitere Projektgruppen die Möglichkeit, sich kurz zu präsentieren. Entstehen soll u.a. die Umweltbildungslandschaft „draußenSein“, ein FabLab im Landkreis Fürth, das Ökoflächenmanagement „FürthNatur“, ein Interaktiver Bildungsatlas, ein Reiseführer zum Thema „Erneuerbare Energien“ sowie eine Landkreiskiste mit Produkten regionaler Direktvermarkter
Eine weitere Projektgruppe möchte für junge Menschen im Landkreis Fürth eine Jugendfarm ins Leben rufen. Diese soll in Roßtal entstehen. Bei einer Jugendfarm handelt es sich um eine Freizeit- und Bildungseinrichtung, naturnah mit Abenteuerspielplatz und Tierhaltung. Hier werden erlebnis- und umweltpädagogische Konzepte sowie ganzheitliche Gesundheitsbildung und tiergestützte Pädagogik umgesetzt. Die Jugendfarm soll für alle natur- und tierbegeisterten Kinderbund Jugendlichen ein Treffpunkt sein und versteht sich zusätzlich als Begegnungsstätte verschiedener Generationen und Gruppen. Für Kinder und Jugendliche - unabhängig von ihren sozialen, kulturellen, religiösen oder gesundheitlichen Hintergründen - bietet die Farm die Möglichkeit, die Freizeit in der Natur und mit Tieren zu verbringen. Durch gemeinsame Projekte können junge Menschen ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen und weiterentwickeln. An der Umsetzung des Projekts arbeitet ein Initiativkreis, der sich noch im April als Verein zusammenschließen möchte. Unterstützt wird die Idee neben regionalen Gruppen auch von Bürgermeister Johann Völkl. Der Markt Roßtal lässt aktuell an der Fakultät Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm eine Machbarkeitsstudie erstellen, um eine fundierte Grundlage für die Entscheidungsträger zu liefern, die finanzielle Machbarkeit zu prüfen sowie Potentiale und Risiken zu ermitteln.

Wer Interesse hat, sich an dem Projekt zu beteiligen, kann sich an Barbara Schroeder unter 09127/6236 wenden.