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Verein für Hightech-Werkstatt „FabLab“ gegründet

Tüfteln im FabLab

Die Abkürzung „FabLab“ steht für Fabrication Laboratory- eine Art offene Werkstatt, in der jedermann neueste Technik nach Belieben ausprobieren kann. In etlichen Städten gibt es solche Tüftel-Orte schon. Landrat Matthias Dießl freut sich, dass im Landkreis der Startschuss offiziell gefallen ist.

Mit 15 Personen wurde der Verein FabLab Landkreis Fürth aus der Taufe gehoben. Zum Vorsitzenden wurde Initiator Jochen Vogl gewählt. Jetzt kann es losgehen: Der Verein will an der Mittelschule in Veitsbronn ein FabLab aufbauen. Gesucht werden aktive Helfer und finanzielle Unterstützung. Geplant ist, Fördermittelaus dem LEADER-Programm zu beantragen und eng mit dem FabLab Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim e.V. zusammenzuarbeiten.

Bei der weltweiten Bewegung „Fab-Lab“ handelt es sich um offene Hightech-Werkstätten, die auf computergesteuerte Fertigung ausgerichtet sind. „FabLabs“ sind nicht zur Massenproduktion gedacht, sondern sollen jedem Einzelnen die Möglichkeit geben, starkindividualisierte Projekte mit innovativen Produktionsverfahren zu realisieren. Ein „FabLab“ soll ein Ort zum Selbermachen von (fast) allem sein. Kinderund Jugendliche sowie Profis aus verschiedenen Berufsgruppen können am Computer Modelle entwickeln und daraus mit Hilfe digitaler Fabrikationsmaschinen Ideen jeder Art realisieren. Es gibt neue Technologien, über die man immer wieder liest und über die im Fernsehen berichtet wird. Privat hat man jedoch kaum die Möglichkeit, diese einmal selbst auszuprobieren. Genau das geht im „FabLab“: Dort gibt es 3D-Drucker,Laserschneide-Maschinen,CNC-Fräseroder auch T-Shirt-Drucker und Möglichkeiten, mit denenman kleine LEDs in Kleidung integrierenkann.

Im FabLab begegnen sich Menschen, die Lust auf Neues und Kreatives haben. Im Verein haben sich Ingenieure, IT-Spezialisten, Techniker, Lehrer, Graphiker, Sanitärfachleute, Gemeindevertreter und Auszubildende aus den Bereichen Mechanik und Elektrik/Elektronik zusammengeschlossen, um mit ihrem Wissen zu experimentieren. Grundsätzlich steht das „FabLab“ allen off en, die sich kreativ beschäftigen wollen undneugierig auf neue Technologien sind. Ideal ist es auch für Schulklassen, die dort verschiedene Techniken ausprobieren können. Das ist zum Beispiel für die Berufswahl von Vorteil: Im „FabLab“ können Schüler verschiedene moderne Techniken kennenlernen, ohne dafür jeweils einen Praktikumsplatz suchen zu müssen. Auch Bildungseinrichtungen und Vereine können das „FabLab“ für ihre kreativen Ideen nutzen und Unternehmen haben dort die Möglichkeit, Kurse für ihre Mitarbeiter anzubieten. Der Nutzen ist also sehr vielfältig.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich an Jochen Vogl wenden:
Telefon 0170 79 50 289 oder E-Mail j.vogl@gmx.de