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Amphibien

Amphibien – oder einfacher ausgedrückt Lurche -  kann man in zwei Gruppen unterteilen: Schwanzlurche, das sind Salamander und Molche sowie Froschlurche, zu ihnen gehören Frösche, Kröten und Unken. Von 19 in Bayern heimischen Lurch-Arten sind bereits 13 so selten, dass sie auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten stehen.

Im Landkreis Fürth kommen folgende Amphibien vor: Erdkröte, Gelbbauchunke, Laubfrosch, Grünfrosch, Grasfrosch, Kreuzkröte, Fadenmolch, Bergmolch, Teichmolch und Kammmolch.

An manchen Stellen finden Amphibien optimale Lebensbedingungen vor. Sie überwintern z. B. im Wald und können ohne Barriere zu ihrem Laichgewässer und danach Sommerquartier wandern. So ein optimaler Lebensraum ist zum Beispiel die Weiherkette bei Weinzierlein, eines der FFH-Gebiete im Landkreis Fürth. Leider ist das nicht überall so, oft zerschneiden Straßen Lebensräume die schon lange Zeit von verschiedensten Tiergruppen genutzt werden.

Da eine Straßensperrung leider nur unter bestimmten Voraussetzungen wegen Amphibien hergestellt werden kann ist es an vielen Orten erforderlich die Tiere während Ihrer Wanderung durch Zäune vor der Straße abzufangen und mit Eimern auf die andere Seite zu ihrem Laichgewässer zu tragen. Im Landkreis Fürth werden während der Amphibienwanderung im Frühjahr aktuell sechs Amphibienschutzzäune von ehrenamtlichen Helfern – meist unter Organisation eines Naturschutzverbandes betreut. Durch dieses große freiwillige Engagement können jedes Jahr viele tausend Amphibien gerettet werden. Wenn Sie mithelfen wollen fragen Sie doch bei Bund Naturschutz oder Landesbund für Vogelschutz bei sich vor Ort nach!

Weitere Informationen zu Mithilfe bei Amphibienzäunen finden Sie auch unter:

www.lbv-fuerth.de

www.fuerth-land.bund-naturschutz.de

Wie kann der Autofahrer darüber hinaus helfen, Amphibien zu schützen?

  • Vermeiden Sie Fahrten auf Straßen, auf denen Amphibienwechsel bekannt ist – ein kleiner Umweg kann Tierleben retten!
  • Oft kündigen Schilder -Gefahrstelle Krötenwanderung - einen Amphibienwechsel an. Beobachten Sie dann besonders die Straßenoberfläche. Sehen Sie eine Amphibie, können Sie vielleicht ausweichen oder auch bremsen –soweit der Verkehr das zulässt!
  • Bei ausgeschaltetem Abblendlicht und eingeschalteter Warnblinkanlage verlassen die Tiere relativ bald den Straßenraum – oder tragen Sie das Tier gleich auf die richtige Seite?!
  • Berücksichtigen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen; nicht nur die Amphibien, sondern auch deren Helfer überqueren die Straßen in diesem Bereich und sind dann durch schnell fahrende Autos besonders gefährdet!

Auch der tierliebste Mensch sollte durch die beschriebenen Aktionen weder sich noch andere Menschen gefährden!

Und der Lohn für alle Mühen? Amphibien fressen Schnecken und Insekten, also auch Mücken und Schädlinge in Feld und Garten.