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Projekteinweihung - LEADER: Lehmtage im Zenngrund

Lehm ist ein Naturmaterial, das vielfältig eingesetzt wird. Als Grundstoff dient er zur Herstellung von Dachziegeln oder auch Mauersteinen.

Ein Ort, an dem noch „Lahma“ abgebaut wird, ist die Stadt Langenzenn. Sie ist bis heute geprägt von ihren Lehmabbaustätten und Ziegelwerken. Für die Öffentlichkeit waren die Lehmgruben bisher aber nur selten zugänglich. Das gestartete LEADER-Projekt soll daran nun etwas ändern.

Schulklassen und Privatpersonen sollen einmal jährlich die Möglichkeit erhalten, während einer Projektwoche das Naturmaterial Lehm bei vielfältigen Aktionen und Experimenten besser kennen zu lernen. Bei der ersten Projektwoche konnten sich Schüler von der 1. bis 6. Klasse forschend und kreativ mit dem Element Lehm beschäftigen und selbst Lehmziegel formen oder eigene Kunstwerke schaffen. Ganz nebenbei konnten sie dadurch etwas über die heimatkundliche Bedeutung und die geologischen Eigenheiten erfahren.

„Durch die Projektwoche haben Schülerinnen und Schüler Unterrichtsstoff hautnah erleben können. Geologie, Ökologie und Bodenkunde wurden nicht theoretisch, mit Hilfe eines Schulbuches, sondern bei verschiedenen Experimenten besprochen. Erlebtes bleibt generell besser im Gedächtnis und führt dadurch vielleicht auch zu mehr Verständnis für unsere Umwelt“ so Kurt Krömer, stellvertretender LEADER Vorsitzender.

Nicht nur Schüler und Kindergärten sollen von dem neuen LEADER-Projekt profitieren. Auch Privatpersonen konnten die Lehmgrube am Freitagnachmittag besuchen und selbst mit dem Material Lehm arbeiten oder begutachten, was die Schüler in dieser Woche geschaffen haben. Die Firma Wienerberger bot zum Abschluss noch eine Führung durch die Grube und ihr Pfannenwerk an.

Langenzenns erster Bürgermeister Jürgen Habel freut sich über die Lehmtage, welche die Regionale Bildungslandschaft Wald Langenzenn zusammen mit dem Umweltbildungsnetzwerk „draußenSein“ durchgeführt hat. „Durch die Lehmtage kann die ehemalige Bedeutung des Tonabbaus als traditionelles, regionales Kulturgut wiederhergestellt werden und das Wissen darüber erhalten und weitergegeben werden.“

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 7.800 Euro. Das Förderprogramm LEADER unterstützt das Projekt dabei mit über 3.300 Euro. Das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt besonders innovative und regional wirksame Ideen im Landkreis Fürth, die ein besonders hohes Maß an Bürgerengagement aufweisen. Das Projekt „Lehmtage im Zenngrund“ leistet einen wichtigen Beitrag, die Umweltbildungslandschaft noch vielfältiger und attraktiver zu gestalten, um sowohl Landkreisbürger als auch Interessierte aus den Großstädten Fürth, Nürnberg und Erlangen für Umweltthemen zu gewinnen.

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