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Wallensteins Lager

„Das größte Feldlager der Weltgeschichte“ südöstlich von Nürnberg ist heute von den Siedlungen der Städte Stein, Zirndorf und Oberasbach überbaut, Spuren im Gelände sind weitgehend verschwunden. Im historischen Trexel-Plan von 1634 lassen sich Lagergrenzen und Lagereinteilung jedoch noch sehr gut nachvollziehen.

In den Stadtgebieten der drei benachbarten Städte werden auf dem ehemaligen Areal eines bedeutenden, historischen Ereignisses im 30-Jährigen Krieg, der Schlacht von Wallenstein 1632 gegen die Schweden, ein Gesamtkonzept zu „Wallensteins Feldlager“ umgesetzt. Die Situation von 1632 wird visualisiert, als Erlebnis herausgearbeitet und an Originalschauplätzen inszeniert. Die Route entlang der Lagergrenzen wird landschaftlich und kulturell aufgewertet. Dazu werden die bestehenden Wege umtrassiert, ergänzt und neu beschildert. Entlang des Rundweges werden an weiteren bedeutenden Stellen des Lagerlebens wichtige Standorte definiert, wie z.B. der Standort des ehemaligen Krankenlagers (Hölzleshof). Die Lagerstationen werden mit Informationsmöglichkeiten versehen. An besonders prominenten Stellen werden übergreifende Infopunkte bzw. Infostellen eingerichtet. Darüber hinaus entstehen drei Themenwege mit Themenstationen, Audiostationen sowie mechanischen „HandsOn“-Stationen. Der Fokus liegt hier auf der Alten Veste in Zirndorf und den ca. 5 km Luftlinie entfernten Schanzanlagen in Stein-Unterweihersbuch. Durch beide Punkte wird die Maximalausdehnung des Lagers deutlich. In Stein sollen ebenfalls Rekonstruktionen errichtet und eine Sichtachse zur Alten Veste hergestellt werden. Zusätzliche Informationen bieten ein interaktives Booklet (=App), eine eigene Homepage sowie die Verlinkung zur Seite des Zirndorfer Stadtmuseums.

Erhalt des Zuwendungsbescheids: v.l.n.r. Andreas Schettler (Fränkischer Albverein e.V.), Prof. Gerd Aufmkolk, Dr. Siegfried Balleis (Verein zur Förderung des Regionalparks), Matthias Dießl (Landrat), Thomas Zwingel (Bürgermeister Stadt Zirndorf), Ekkehard Eisenhut (LEADER-Koordinator), Kurt Krömer (Bürgermeister Stadt Stein), Birgit Huber (Bürgermeisterin Stadt Oberasbach)

Projektziele

  • Schaffung eines Modellprojektes für einen Regionalpark Pegnitz, Rednitz, Regnitz.
  • Freiraumentwicklung, die den Belangen der Naherholung, der Raumgestaltung und dem Erhalt des Kulturerbes dient.
  • Entwicklung einer urbanen Landschaft für die regionale Bevölkerung.
  • Inwertsetzung von Naturräumen durch kulturelle Stätten.
  • Information von Bürgern und Gästen über die großräumigen natürlichen und historischen Besonderheiten der Region.
  • Wissen in der Region halten und an spätere Generationen weitergeben.
  • Geschichte erlebbar machen.
  • Darstellung der Schlacht, der damaligen Lagersituationen und der Hintergründe des 30-Jährigen Krieges.

  • Herausstellen der Bedeutung der Belagerung für die damalige Zivilbevölkerung.

  • Bewusstseinsschaffung für die Bedeutung des Westfälischen Friedens (Blick nach vorne – „Sowas nie wieder“).

  • Steigerung der Aufenthaltsdauer von Besuchern in der Region.

  • Einheitliche Darstellung des Themas mit hohem Wiedererkennungswert.

  • Verbesserung von Orientierung und Aufenthaltsqualität.

  • Aufwertung des Bibert- und des Asbachtals.

  • Förderung des Umweltbewusstseins.

  • Impulse setzen für ein regionales Netzwerk.

  • Förderung von interkommunaler Zusammenarbeit.

Projektinfos

Projektträger: Stadt Stein in Kooperation mit Stadt Oberasbach und Stadt Zirndorf

Gesamtkosten: 521.915,13 € 

Fördersumme: 200.000 €

Entwicklungsziel: Aufwertung und Inwertsetzung von Kultur, Freizeit und Tourismus

LAG-Management
Landratsamt Fürth
Im Pinderpark 2
90513 Zirndorf

Alida Lieb
LAG-Managerin
Tel. 0911/ 97 73 - 10 30
Fax 0911/ 97 73 - 10 61

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