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"Gutes aus dem Fürther Land" wird zum Gütesiegel - Holz als regionales Produkt

Teile der Initiative stellen das neue Logo vor: Konrad Müller - Imker Cadolzburg, Johann Ettner - Bund Naturschutz Kreisgruppe Fürth Land, Felix Dietrich – Sägewerk Hofmann, Walter Dietrich - Firmeninhaber Sägewerk Hofmann, Landrat Matthias Dießl, Walter Gieler – Wirtschaftsförderung Landratsamt Fürth, Forstdirektor Dr. Peter Pröbstle, Kreisobmann Siegfried Tiefel, Gerhard Schöner – Regionalgärtnerei

Holz aus heimischem Anbau ist ein Produkt, das sogar das Klima schützt - dies wurde deutlich beim Besuch des Sägewerks Hofmann in Cadolzburg.

"Die Produktion, Verarbeitung und Verwendung des umweltfreundlichen Rohstoffs Holz ist wichtig für unseren Landkreis und schützt unser Klima."

Darauf haben Matthias Dießl und der stellvertretende Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Forstdirektor Dr. Peter Pröbstle, bei einer Besichtigung des Sägewerks Hofmann in Cadolzburg hingewiesen.

http://www.hofmann-saegewerk.de/

Der Landrat stellte dabei zugleich das neue Logo der Regionalinitiative "Gutes aus dem Fürther Land" vor. Auch Holz sei ein wichtiges regionales Produkt, betonten Dießl und Dr. Pröbstle. Es mag für Laien zunächst etwas seltsam klingen, trifft aber den Kern: Die Nutzung von heimischem Holz unterstützt sogar die Pflege der Wälder und macht sie stabiler für die Herausforderungen des Klimawandels. Zudem wird im Holz CO2 als Kohlenstoff gespeichert. Zum Beispiel werden mit dem Bau eines einzigen Holzhauses rund 40 Tonnen CO2 dauerhaft gebunden.

Der Wald im Landkreis Fürth

Der Landkreis Fürth ist allerdings eher ein waldarmer Landkreis. Nur 25 Prozent der Fläche sind von Wald bedeckt (bayernweit sind es 35 Prozent). Trotzdem gibt es auch im Landkreis Fürth 7.600 Hektar Wald - davon 1.000 Hektar Staatswald, 500 Hektar Gemeindewald und 6.000 Hektar Privatwald.

Jahr für Jahr steht in unseren Wäldern sogar mehr Holz zu Verfügung - nämlich rund 30.000 Festmeter, die pro Jahr nachwachsen. "Unsere Bäume werden dicker, älter aber auch labiler. Es ist sogar so, dass oft mehr Holz entnommen werden müsste, um dem darunter gepflanzten Mischbaumarten genügend Licht zum Überleben zu geben", erklärte Dr. Pröbstle, der der Vorsitzende des Netzwerkes Forst und Holz Franken ist.

Rundgang durch Sägewerk

Damit die Waldbesitzer aber überhaupt ihr Holz sinnvoll verwerten können, brauchen sie Sägewerke. "Am besten sind dabei natürlich Sägewerke vor Ort, um das Holz nicht viele Kilometer transportieren zu müssen", unterstrich Matthias Dießl.

Das Werk wurde 1920 von den Brüdern Jakob und Georg Hofmann gegründet und 1985 umfassend mit modernster Technik ausgestattet. Das Sägewerk stellt unter anderem Kiefernblockware, Fensterholz, Bauholz nach Liste, Verpackungsholz, Fensterläden oder auch Rohlamellen her. Die Hölzer können sogar vor Ort gehobelt und danach imprägniert und technisch getrocknet werden.

Das Sägewerk Hofmann schneidet mit seinen rund 20 Beschäftigten pro Jahr rund 15.000 Festmeter ein. "Das bedeutet, dass die Firma rechnerisch ein Viertel des im Landkreis genutzten Holzes sägt", erläuterte Eigentümer Walter Dietrich. Außerdem hat das Sägewerk Hofmann über 20 Lehrlinge ausgebildet, zwei Meister sind daraus hervorgegangen und alljährlich werden für Hauptschüler Praktikumsplätze bereitgestellt.

Viel Holz wird durch Cadolzburger Holzverarbeitungsbetriebe weiterverarbeitet. Die Sägespäne gehen meist an örtliche Landwirte und Pferdebesitzer. Mit den aus Resthölzern erzeugten Hackschnitzeln werden regionale Heizkraftwerke versorgt. Auch mancher Heimwerker ist froh, wenn er in Cadolzburg einen langen Balken kaufen kann, den man im Baumarkt nicht bekommt.

1989 wurde das Holz für die Sanierung des Dachstuhls der Burgruine Cadolzburg vom Sägewerk Hofmann geliefert – rund 200 Kubikmeter Bauholz. "Also im wahrsten Sinne des Wortes ‚aus dem Fürther Land„", so der Landrat.

Seit mehreren Jahren laufen Gespräche zwischen dem Markt Cadolzburg und dem Sägewerk Hofmann, das Betriebsgelände aus dem Kernort auszulagern. Auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises unterstützt dabei, eine passende Lösung zu finden.

Neues Logo als Gütesiegel

Abgerundet wurde der Firmenbesuch mit der Vorstellung des neuen Logos von "Gutes aus dem Fürther Land". Es soll den Erkennungswert der teilnehmenden Betriebe stärken und wurde von den Partnern von "Gutes aus dem Fürther Land" gemeinsam kreiert und beschlossen.

Der Daumen im neuen Logo symbolisiert die gute Sache, die hinter der seit 2009 bestehenden Initiative steht. Die Blume wiederum ist ein Sinnbild für die Kraft der Natur und der Sonne sowie des Säens und Erntens. Also der natürlichen Kreisläufe. Damit unterstreicht das Gütesiegel die Vorteile regionalen Einkaufens, nämlich die hohe Qualität der Produkte und die kurzen Wege beim Erzeugen und Kaufen.

"Wenn Sie künftig dieses neue Logo sehen, können ie sicher sein, etwas Gutes aus dem Fürther Land zu kaufen", warb Matthias Dießl für die regionalen Erzeugnisse.

17.11.2011